Wenn ich auf mehr als 25 Jahre Verhandlungspraxis zurückblicke, denke ich nicht zuerst an besonders harte Verhandlungen oder spektakuläre Abschlüsse. Ich denke an die Momente, in denen sich plötzlich eine neue Möglichkeit eröffnet hat – weil jemand die entscheidende Frage gestellt, eine ungewöhnliche Idee eingebracht oder eine festgefahrene Situation aus einer anderen Perspektive betrachtet hat. Genau diese Erfahrungen haben mein Verständnis von Verhandlungsführung geprägt. Gute Einkaufsverhandlungen werden aus meiner Sicht nicht durch Druck oder das bessere Argument entschieden. Sie entstehen durch Klarheit, sorgfältige Vorbereitung, Vertrauen und die Bereitschaft, neue Wege zuzulassen. Aus diesen Erfahrungen ist das Emarticon-Verhandlungsmodell entstanden. Es ist kein theoretisches Konzept und keine starre Methode, sondern ein Denkmodell, das die Prinzipien zusammenfasst, die sich in vielen Jahren Projektpraxis bewährt haben.
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Der größte Irrtum
Viele glauben, erfolgreiche Verhandlungen würden durch das bessere Argument entschieden. Nach mehr als 25 Jahren im strategischen Einkauf sehe ich das anders. Gute Verhandler brauchen überzeugende Argumente und klare Forderungen – entscheidend sind sie allein jedoch selten. Ihre Wirkung entfalten sie erst dann, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt kommen, den eigentlichen Zielkonflikt treffen und die Interessen der anderen Seite berücksichtigen.
Erfolgreiche Verhandlungen beginnen nicht mit dem Sprechen, sondern mit dem Verstehen.
Wer vorschnell argumentiert, beantwortet häufig Fragen, die sich die Gegenseite noch gar nicht stellt. Wer dagegen zunächst zuhört, beobachtet und die Beweggründe seines Gegenübers versteht, erkennt oft Möglichkeiten, die vorher gar nicht sichtbar waren.
In meiner Erfahrung entscheiden deshalb nicht die lautesten oder schlagfertigsten Verhandler. Entscheidend sind diejenigen, die Klarheit schaffen, Menschen verstehen, sich konsequent vorbereiten und den richtigen Moment erkennen.
Das Emarticon-Verhandlungsmodell
Die 7 Prinzipien erfolgreicher Verhandler
In „Impulse“ teile ich weitere Erfahrungen, Denkanstöße und neue Perspektiven aus meiner Projektpraxis.
Das Emarticon-Verhandlungsmodell in der Praxis
Das Emarticon-Verhandlungsmodell bildet den methodischen Rahmen unserer Arbeit. Wir unterstützen Unternehmen dabei, die sieben Prinzipien auf individuelle Verhandlungssituationen und strategische Herausforderungen anzuwenden.
So wird aus einem bewährten Denkmodell ein praxisnaher Ansatz, der Orientierung gibt, Entscheidungen erleichtert und Verhandlungen nachhaltig erfolgreicher macht.
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Einkaufs-Verhandlungsstrategie: ein erfolgreiches Beispiel mit Clemens Rinnebach
Für die Großbank, pbb Deutsche Pfandbriefbank AG, die eine Digitalisierung im Einkauf anstrebte, übernahmen Clemens Rinnebach und sein Experten-Netzwerk die Verhandlungen mit großen IT Dienstleistern in den Teilbereichen Großrechner, Server, Netzwerkverwaltung und Endkunden-Datenverarbeitung. Wesentliches Vertragsmerkmal war die Messung der Leistung anhand des generierten Werts für das Unternehmen.
Kostensenkung im Projekt
Unser besonderer Erfolg: eine Kostensenkung um rund 10 Millionen Euro.